die neue eGOZ einheitliche Gebührenordnung für Zahnmedizin

Der Wunsch nach einer "Bürgerversicherung" wurde geweckt - doch was soll darin enthalten sein?

  • Gleiche Leistungen für alle? - Jung und alt, dick und dünn, Mann und Frau - sie brauchen unterschiedliche medizinische Zuwendung!
  • Jede Leistung für jeden? - Wenn man Menschen in Gesundheitsberufen fair bezahlen will: wer soll das bezahlen?

Auf dieser Internetseite wird ein Weg aufgezeigt werden, wie Zahnmedizin auch in einer "Bürgerversicherung" gehen könnte.

ABER: diese neue eGOZ ist NICHT die "Bürgerversicherung", sie ist mit ihr kompatibel, kann also einfach weiter gelten, falls eine "Bürgerversicherung" einmal kommen sollte. Heute ist sie kompatibel mit dem dualen Versicherungssystem aus GKV + PKV.

Die neue eGOZ ist eine transparente und einheitliche Gebührenordnung, die Schluss machen will mit der Einflussnahme von Versicherungen auf Zahnmedizin.
Patienten und ihre Zahnärzte sollen über Medizin entscheiden, die eGOZ regelt die Honorierung und bietet Ansatzpunkte für Erstattungen durch staatliche Stellen, gesetzliche Krankenkassen (GKV) oder / und private Krankenversicherungen (PKV).

Menschen haben nur einen Körper

Natürlich haben Menschen nur einen Körper.

Natürlich soll Medizin für alle gleichartig möglich sein.

Warum sollte es für ein Fachgebiet also mehr als eine Gebührenordnung geben?

Eine einheitliche Gebührenordnung - von Privatzahnärzten?

Der Wunsch nach einer gleichen und doch gerechten Versorgung für alle darf und muss in der Öffentlichkeit diskutiert werden.
Dabei sind ethische Ideale überaus wichtig, deswegen kommt diese Entwicklung von Menschen, denen Ethik sehr wichtig ist, die ihre Medizin nicht nach Bezahlbarkeitstabellen ausrichten sondern umgekehrt.

Die neue eGOZ ist NICHT die "Bürgerversicherung".
Aber sie funktioniert selbst mit einer "Bürgerversicherung".

Sie versucht, die realistischen Erwartungen praktisch umzusetzen.

Sie zeigt aber zugleich, dass manch eine Erwartung unrealistisch ist, so können nicht plötzlich für alle Bürger Implantate von der Sozialversicherung bezahlt werden, ebenso wenig darf man die Implantologie deswegen verbieten oder aus einer Krankenversicherung ausschließen.

Und doch ist es nicht ideal, dass jemand, der sich für eine andere oder höherwertige Versorgung entscheidet, keinen Zuschuss der Versicherung erhält und diese statt dessen auf Kosten des Versicherten spart. Unter anderem hier greift die neue eGOZ ein - auch ohne Bürgerversicherung, denn

die neue eGOZ funktioniert auch mit GKV & PKV, dem dualen Krankenversicherungssystem.

Und die "Bürgerversicherung"?

Viele fordern sie, damit für alle mehr Möglichkeiten in der Medizin eröffnet werden.

Andere lehnen sie ab, u.a. weil sie eine Beschränkung der Freiheit davon befürchten.

Wie das Gesundheitssystem in Deutschland grundsätzlich weiter entwickelt wird, ist Entscheidung der Politik.

Diese neue eGOZ setzt jedoch ein Konzept um, das durch die Tansparenz und die konsequente Kostenerstattung wegweisend sein könnte für die

Abschaffung der Zweiklassenmedizin!

Aber:

Ungerechtigkeit einer 2-Klassen-Medizin wird dann empfunden, wenn man sich schlechter behandelt fühlt als jemand anders.

Aber wie ein Werkstück oder präziser: wie eine schadhafte Niete möchte niemand behandelt werden - denn diese wird einfach ausgetauscht, sie wird verworfen.

Der Mensch ist keine Ameise, er ist nicht gleich, er will wert geschätzt, wahr genommen werden.

In Deutschland brauchen wir eine Medizin, die eine 80-Millionen-Klassen-Medizin ermöglicht. Jedem soll das erreichbar werden, was er sich wünscht, jedem soll gegeben werden, was für sein Überleben notwendig ist und was die Solidargemeinschaft darüber hinaus für ihn aufbringen kann. Je leistungsfähiger eine Gesellschaft ist, desto mehr kann auch ihre Solidargemeinschaft (sich) leisten.

Ist Zahnmedizin überlebenswichtig?

Zahnmedizinische Erkrankungen sind sehr selten tödlich. Häufig genug sind sie durch mangelhafte Hygiene oder ungünstige Ernährungsgewohnheiten erst entstanden. Hier können Patienten selbst viel tun!

Andere medizinische Felder sind sehr wichtig für das Überleben oder die Linderung von Leiden. Es kann besser sein, an nicht für das Überleben Notwendigem zu sparen. Die derzeitigen BEMA-Richtlinien begrenzen bereits sehr deutlich die Leistungen, die auf Kosten der Solidarversicherung zu erbringen sind.

Das ist hier in die Leistungsstufen ein Stück weit eingearbeitet. Die vorgeschlagenen Stufen und Erstattungsregeln sind Vorschläge, die anregen sollen, hier neu nachzudenken, wie motivierte Patienten belohnt werden können und wie Patienten, die ihr Gebiss verkommen lassen, selbst die Verantwortung für die Folgen ihres unsolidarischen Verhaltens übernehmen.

Jeder hat die Möglichkeit, im Rahmen des Bonus-Malus-Systems durch Mitarbeit die Stufe D zu erreichen und zu halten. Das zugehörige Verhalten wird zu einer deutlichen Senkung der entstehenden Kosten führen! Eine Herunterstufung auf den Level B für nicht mitarbeitende Patienten wird einen weiteren Teil dazu beitragen.

Diese neue eGOZ schlägt zunächst vor, den heutigen Leistungsrahmen der GKV beizubehalten, jedoch dabei besser zu motivieren und gerechter zu verteilen.

Ein anderes denkbares Modell wäre eine generell nur prozentuale Beteiligung der Krankenkassen an der zahnmedizinischen Versorgung, Härtefallregelungen sollten dabei für alle gerecht ausfallen, sich also auch an der Mitarbeit orientieren.

Ob Zahnmedizin überhaupt im heutigen Umfang der GKV-Versorgung in eine "Bürgerversicherung" gehört, ist eine Entscheidung, die die Politik treffen muss.

Menschen haben Bedürfnisse und eine Freiheit hat ihren Preis!

Die Bedürfnisse der Deutschen sind unterschiedlich.

Menschen kommen ihren Bedürfnissen nach, indem sie für sich selbst Entscheidungen treffen. So lange sie damit niemand anders schädigen, lässt der Staat dies zu. Man spricht von individueller Freiheit.

Menschen möchten in aller Regel nicht, dass man ihnen vorschreibt, was sie essen sollen, welche Musik sie hören oder ob sie jetzt laufen oder gehen oder sitzen. Sie möchten ihre eigenen Entscheidungen treffen, wenn es um sie selbst geht.

Gerade wenn es um Medizin geht, wollen Menschen entscheiden. Ärzte klären daher auf, so können sich Menschen zwischen mehreren Varianten entscheiden.

Genau wie die Entscheidung darüber, wo ich wohne, was ich esse, wie ich mein Leben verbringe, muss jedoch auch hier für die individuelle Freiheit der Preis gezahlt werden, dass die Solidargemeinschaft mir nicht jede Wohnung, jedes Essen, jede medizinische Therapie bezahlt.

Mit der neuen eGOZ aber beteiligt sich die Solidargemeinschaft in klar geregeltem Rahmen an der zahnmedizinischen Versorgung.